Deutscher Mieterbund
Kieler Mieterverein e.V.

Kiel, den 01.09.2016

Mieterverein: Vorgehen der Stadt richtig

Angesichts der aktuellen Diskussion unterstützt der Kieler Mieterverein das Bemühen der Stadt, neue Wohnungsbauflächen zu suchen. Aufgrund des stark angespannten Wohnungsmarktes in Kiel ist es nach Auffassung des Geschäftsführers des Kieler Mietervereins Carsten Wendt richtig, ja sogar notwendig, dass die Stadt sämtliche in Frage kommenden Flächen für den Wohnungsneubau in Betracht zieht.

Der Masterplan sieht vor, jährlich 800 neue Wohnungen zu bauen, ein Drittel davon sozial gefördert. Dieses Ziel ist derzeit angesichts aktueller Baugenehmigungen und Baufertigstellungen nicht erfüllt worden. Gleichwohl muss mit aller Anstrengung darauf eingewirkt werden, mindestens diese Vorgabe zu realisieren.

Gerade im bezahlbaren Segment fehlen in der Landeshauptstadt Tausende Wohnungen. Vor diesem Hintergrund wäre es unangebracht, nach dem Motto „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ zu denken und zu handeln. Von einer durchdacht wachsenden Stadt profitieren letztlich alle Bürger ebenso davon, wenn die einzelnen städtischen Quartiere eine gesunde Struktur aufweisen.

Es wäre daher falsch sich von den Erwägungen Einzelner leiten zu lassen und möglichen Wohnungsneubau damit zusätzlich zu erschweren.

Dem Prozess, dass finanziell schwach aufgestellte Haushalte immer häufiger gezwungen seien, das Stadtgebiet aufgrund steigender Mieten zu verlassen, muss entgegengewirkt werden. Ausreichender sozialer Wohnungsbau ist dabei unerlässlich für einen gesunden Wachstumsprozess. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren habe gezeigt, dass das beste Mittel zur Schaffung neuen bezahlbaren Wohnraums darin bestünde, dass die Stadt selbst Wohnungsbau betreibe. Der Kieler Mieterverein wiederholt daher seine Forderung an die Stadt Kiel, ein kommunales Wohnungsunternehmen zu gründen.

Verantwortlich: Geschäftsführer Carsten Wendt, Kiel