Deutscher Mieterbund
Kieler Mieterverein e.V.

Kiel, den 30.03.2012

Ungeteilte Zustimmung des Mietervereins zur wohnungspolitischen Agenda der Kieler SPD

Die Inhalte der Pressemitteilung vom 30.03.2012 der Kieler SPD stoßen beim Mieterverein auf ungeteilte Zustimmung. Damit wird die vom Kieler Mieterverein schon seit langem kritisierte Verschärfung der Mangellage an preiswertem Wohnraum aufgegriffen und angegangen. Ausdrücklich unterstützt es der Mieterverein, dass zentrales Wohnen wieder in den Vordergrund rückt. Wohnungen in der Innenstadt machen Kiel attraktiv und sind zugleich ein spürbarer Beitrag zum Klimaschutz, indem sie den Individualverkehr ins Zentrum herunterfahren.

Ganz besonders begrüßt der Kieler Mieterverein die Überlegungen, eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft z.B. auch in genossenschaftlicher Rechtsform wieder aufzubauen. Die Entwicklung in Kiel hat gezeigt, dass kommunaler Einfluss auf den Wohnungsmarkt unentbehrlich ist. Nur wenn die Stadt selber am Wohnungsmarkt aktiv ist, wird es möglich sein, der sich immer weiter verschärfenden Mangellage etwas entgegenzusetzen und auch Finanzinvestoren unter Druck zu nehmen, deren Geschäftsmodell es ist, Wohnungsbestände herunterzuwirtschaften, um sie am Ende über einen Konkurs der Stadt vor die Füße zu werfen.

Ausdrücklich unterstützt der Kieler Mieterverein die Überlegungen, die Erbpacht als Instrument kommunaler Wohnungspolitik zu reaktivieren. Die Erbpacht hat sich über Jahrzehnte bewährt und ist ein überaus geeignetes Instrument, um den Ausverkauf kommunaler Grundstücke zu unterbinden. Überdies kann sie ein guter Beitrag zum preiswerten Wohnen sein.

Verantwortlich: Jochen Kiersch, Kiel